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9. Generalversammlung 13.02.2015 "Zeitungsbericht von Werner Lenzin"

Meier Paul 15.02.2015

Die Thurgauer Unteroffiziersgesellschaft (TUOG) bot Offiziersaspirantin Eliane Winteler aus Weingarten eine Plattform für einen eindrücklichen Auftritt.
WERNER LENZIN


FRAUENFELD
«Leider gewannen wir im vergangenen Jahr die Abstimmung nicht, doch im Thurgau sagten die Stimmbürger mit 55.6 Prozent ja zum Gripen», wandte sich Präsident Paul Meier an seine Kameraden und die Gäste im «Domicil» in Frauenfeld. Brigadier Martin Vögeli, Kdt Inf Br 7, bezeichnete die Unteroffiziere als Urpfeiler der Armee. «Es ist entscheidend, dass sie als Chef glaubwürdig sind und bei ihnen das innere Feuer brennt», sagte Vögeli. Er forderte die Anwesenden auf, mit ihrem Beispiel zu wirken und erinnerte: «Wir sind ausgebildet für etwas, zu dem wir hoffentlich nie antreten müssen». Von den Politikern der bürgerlichen Seite wünscht sich der Brigadier, dass sie mit Blick auf die Sicherheitspolitik näher zusammen rutschen.

Gesellschaft zählt 206 Mitglieder
Erwähnung finden im präsidialen Jahresbericht von Paul Meier die Teilnahme an Wettkämpfen und Anlässen sowie die verschiedenen Tätigkeiten der Gesellschaft. «Die Meinung der TUOG ist gefragt und unser Netzwerk macht uns zu einem sicherheitspolitischen Partner der ausserdienstlichen Verbände und Dachorganisationen. Der Technische Leiter Gabriel Ibig erwähnt die traditionellen Schiessanlässe und Mutationsführer Marcel Brönimann kann mitteilen, dass die Gesellschaft momentan 206 Mitglieder zählt. Einstimmig passierten die Festsetzung des Jahresbeitrages (wie bisher 30 Franken), der Voranschlag und das vorgelegte Jahresprogramm. Dieses beinhaltet auch die Teilnahme am eidgenössischen Schützenfest im Wallis und an den eidgenössischen Schweizerischen Unteroffizierstagen in Hinwil.

Bild: Präsident Paul Meier, Aspirantin Eliane Winteler und Wanderpreisgewinner Koni Vetterli. 
BILD WERNER LENZIN
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Wanderpreis für Koni Vetterli 
Sieben Mal nacheinander durfte Koni Vetterli den Wanderpreis entgegennehmen. Nach einem einjährigen Unterbruch ist ihm dies mit 230 Punkten erneut gelungen, gefolgt von Präsident Paul Meier (195), Andreas Hösli (155), Marcel Brönnimann (125), Heinz Kiedaisch (105), Gabriel Ibig (100), Peter Ehrbar (95), Willi Zwahlen (90), Bernhard Ruckstuhl (90) und André Hofer (60). 
(le.)

Körperliche und geistige Herausforderung
Direkt aus der harten Durchhalteübung angereist und frisch geduscht trat Offiziersaspirantin Eliane Winteler aus dem thurgauischen Weingarten vor die Unteroffiziere. Sie absolviert zurzeit als Durchdienerin mit zwei Aspirantinnen und 83 Aspiranten die Offiziersschule in Colombier. Weshalb hat sie sich für eine militärische Kaderausbildung entschieden? «Meine Tante war tätig im Roten Kreuz, einer meiner Brüder hat den Leutnant bereits abverdient und der andere Bruder ist momentan auch in der Offiziersschule», erklärte die junge Frau. Sie hat sich schon mit zwölf Jahren in den Kopf gesetzt militärisch etwas zu erreichen und schätzt die körperliche und geistige Herausforderung. Dazu kommen Führungskompetenzen und wichtig ist für sie auch die Ergänzung zu ihrem theoretischen Studium als Betriebsökonomin. «Ich möchte als günstige Voraussetzung praktische Führungserfahrungen sammeln für die Privatwirtschaft», sagt die Aspirantin. Ob sie später einmal in der Privatwirtschaft tätig sein wird oder sich für das Berufsmilitär entscheidet ist noch ungewiss. Mit eindrücklichen Bildern gelang es ihr das hinüber zu bringen, was heute in hohem Masse körperlich und geistig von den Offiziersaspiranten gefordert wird. Nach dem Nachtessen ging‘s hinaus in die neblige Nacht und zurück in die Durchhalteübung, die mit dem 100km-Marsch seinen Abschluss findet. Im Mai wird Eliane Winteler zum Leutnant brevetiert.